Georgien

Georgien – ein kurzer Überblick

Die seit 1991 wieder unabhängige Republik Georgien liegt in Vorderasien, wird aber von seinen Bewohnern als „Balkon Europas“ bezeichnet. Nach alternativen Varianten der innereurasischen Grenze wird Georgien ganz oder teilweise Europa zugerechnet. Seine Fläche entspricht mit 69.700km2 ungefähr der von Bayern; Gebirge und Vorgebirge bedecken 87% des Landes. Im Norden, wo es von Russland begrenzt wird, liegt die Südabdachung des Großen Kaukasus. Im Süden, wo die Türkei und Armenien Nachbarstaaten sind, befinden sich die westlichen Rücken des Kleinen Kaukasus und der Rand des vulkanischen Armenischen Hochlandes. Zwischen den beiden Hochgebirgen dehnt sich im Westen die Kolchische Tiefebene und führt weiter an die Küste des Schwarzen Meers, das auch die Westbegrenzung des Landes ist, im Osten, wo Aserbaidschan an Georgien grenzt, liegt die die Transkaukasische Senke, die sich in die Innerkartli-, die Niederkartli- und die Alasani-Ebene unterteilt. Der höchste Berg ist der Schchara im Großen Kaukasus mit 5201 Metern – ein gutes Stück höher, als der höchste Gipfel Europas.

Die ereignisreiche Geschichte des Landes

Das Königreich Georgien war ein mittelalterlicher Staat ein wenig größer als die heutige Republik, der ab 978 existierte. Das „Goldene Zeitalter“ dieses Königreichs begann im Jahre 1089 mit Dawit IV. (auch der Erbauer genannt), er führte eine Kirchenreform durch und ordnete sie seiner Politik unter; dafür schenkte er dem Klerus Land und förderte den Bau von neuen Kirchen und Klöstern. Außerdem wurde das Amt des Uchezesni (Wesir) als Minister des Königs geschaffen, das Gerichtswesen erneuert und ein Geheimdienst eingerichtet, welcher Dawit von den Vorgängen in seinem Königreich und im Ausland unterrichtete. Nach 1222 fielen in den nächsten Jahrhunderten immer wieder Landesteile an die Mongolen, wurden zurück gewonnen und von den Mongolen erneut erobert; und als später noch die Türken auch einfielen, ging das Königreich im 15. Jahrhundert in Anarchie unter. Später dominierte das Perserreich in diesem Gebiet, bis im Jahre 1801 die Eingliederung in das Russische Reich erfolgte. Georgien wurde einer intensiven Russifizierung unterworfen, um das soziale und das kulturelle System russischen Verhältnissen anzupassen. Zugleich öffnete aber die russische Herrschaft Georgien für Europa, Tiflis wurde zum Paris des Ostens. Die Februarrevolution brachte einerseits das Ende des Russischen Reichs und andrerseits wieder turbulente Zeiten für Georgien, die in die UdSSR eingegliedert wurde, aber es kam immer wieder zu Unruhen und Aufständen, bei denen auch Unabhängigkeiten angestrebt wurden, die jedoch von Moskau nur auf dem Papier anerkannt waren. Am 9. April 1991 löste sich das Land offiziell von der UdSSR und wurde eigenständig.

Das sollte man sich nicht entgehen lassen

Von georgischen Kirchen über magische Städte bis hin zu atemberaubenden Landschaften. Das Land bietet eine faszinierende Kultur und hat in Sachen Sightseeing eine Menge zu bieten. Dazu zählt auf jeden Fall der botanische Garten Batumi am Schwarzen Meer mit seinen 114 Hektar aus dem Jahr 1912, zu sehen sind Pflanzen aus neun geografischen Zonen und der herrliche Ausblick aufs Schwarze Meer. Die Bagrati-Kathedrale befindet sich im Zentrum der kleinen Stadt Kutaissi und gilt als ein ganz besonderes Baudenkmal Georgiens. Die Kathedrale steht auf dem Berg Ukimerioni und wurde 1994 als Ruine zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, allerdings nach dem Wiederaufbau 2017 von der Welterbeliste wieder gestrichen. Die Kathedrale galt seit ihrer Zerstörung im 16. Jahrhundert bis ins Jahr 2011 als Ruine, wurde dann jedoch in den Jahren 2011 bis 2012 aufwendig restauriert und wieder vollständig aufgebaut. Bemerkenswert sind die große Kuppel, die achteckigen Pfeiler und den türkisblauen Dächern, die aber erst bei der Restaurierung entstanden sind. Ein Höhepunkt ist auch das älteste Kloster Georgiens, das Kloster Dawit Garedscha. Dieses ist ein georgisch-orthodoxes Kloster im Osten des Landes und verdankt seinen Namen dem Gründer Dawit. Die Anlage liegt in der Steppenwüste Garedscha und hat eine beachtliche Größe. Auf sage und schreibe 25km erstreckt sich der Komplex des Höhlenklosters und besteht aus etlichen kleineren Gebäuden, in denen jeweils ungefähr zehn Mönche beherbergt werden können.

Wichtiger Hinweis für Reisende

Bei Reisen nach Georgien ist zu berücksichtigen, dass das Land gegenwärtig eine Sicherheitsstufe 3 (auf der Skala von 1 bis 5) hat. Das bedeutet, dass in vereinzelten Gebieten ein hohes Sicherheitsrisiko besteht. Diese Gebiete werden vom Auswärtigen Amt laufend aktualisiert, ebenso wie eine Veränderung der Sicherheitsstufe. Vor Antritt der Reise wird empfohlen sich in die dafür vorgesehene Liste der Behörde einzutragen. Sicherheitsstufe 3 bedeutet übrigens KEINE Reisewarnung, auch die türkische Metropole Istanbul wird im Regelfall dermaßen eingestuft.


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